Handball

Frust für die WJA nach dem Relegationsturnier zur Landesliga

13:16, 19:20, 17:18 – dreimal knapp, aber eben auch dreimal verloren. Trotz Heimvorteil sind die A-Mädchen vom SFN Vechta am vergangenen Wochenende bereits in der 1. Relegationsrunde zur Landesliga ausgeschieden. Das neu formierte SFN-Team hatte sich im Vorfeld intensiv auf die Relegation vorbereitet. Nach zwei Meisterschaften in der Regionsoberliga wollte man jetzt den nächsten sportlichen Schritt machen und in der nächsten Saison in der Landesliga auf Punktejagd gehen.

Und es sah zunächst gut aus, was die Mädels auf das Parkett brachten. Eine intensive Abwehrarbeit und gute Angriffsaktionen sorgten dafür, dass man im Eröffnungsspiel gegen die Nachbarn vom TV Dinklage zur Halbzeit mit 10:6 in Führung lag. Was dann allerdings in der zweiten Halbzeit folgte, kann man nur als kollektiven Blackout bezeichnen. Zuschauer und Trainerteam sahen eine auf einmal völlig neben sich stehende Mannschaft. Alles, was in der ersten Halbzeit gut funktioniert hatte, war in der zweiten Spielhälfte wie weggeblasen. Die Mannschaft gestattete dem TV Dinklage einen 7:0-Lauf und blieb in den ersten dreizehn (!) Minuten ohne eigenen Torerfolg. Neben zwei liegengelassenen Strafwürfen schwächte man sich in dieser wichtigen Phase auch noch selbst durch zwei Wechselfehler. Der TV Dinklage nahm unsere Geschenke dankbar an und schaukelte das Spiel nach Hause.

Anstatt mit ordentlich Selbstbewusstsein ging man in das zweite Spiel gegen den späteren Turniersieger SC Ihrhove 07 bereits mit erheblichem Druck auf dem Kessel. Den körperlich überlegenen Ostfriesinnen um die starke Rückraumspielerin Gianna Wildung (29 Tore im Turnier) lieferte man allerdings einen echten Fight. Bis zur 34. Spielminute wechselte die Führung ständig, ehe sich Ihrhove auf 20:16 absetzen konnte. Drei eigene Tore in den Schlussminuten zeugten von einer guten Moral unserer Mädels, konnten die knappe Niederlage allerdings nicht mehr abwenden. Insbesondere dieses Spiel hätte eigentlich die Erkenntnis für unsere Mädels bringen sollen, dass sie sportlich auf jeden Fall mithalten können.

Im dritten Spiel gegen die ebenfalls noch sieglosen Mädchen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sollte durch einen Sieg zumindest das Teilnahmerecht an einem zweiten Relegationsturnier gesichert werden. Bis zur 11. Minute war es auch hier ein knappes Spiel. Die Nervosität war unseren Mädels deutlich anzumerken. Als die HSG sich dann bis zur Halbzeit auf 12:7 absetzen konnte, gingen die Köpfe endgültig auf Tauchstation. In der zweiten Halbzeit konnte die HSG den Vorsprung bis zur 30. Minute weitgehend halten. Zwei blitzsaubere Tore von außen durch Eda Dursum in der 34./35. Minute zum 15:17 ließen noch einmal Hoffnung aufkeimen. Am Ende stand dann allerdings auch hier eine knappe 17:18-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen.

FAZIT:

Da war sportlich eindeutig mehr drin … letztlich sind unsere Mädels an sich selbst gescheitert. Zwei absolut vermeidbare Niederlagen gegen den TV Dinklage sowie die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben dafür gesorgt, dass man am Ende des Tages die Qualifikation zur Landesliga leider nicht geschafft hat.

Der Enttäuschung folgte dann jedoch sofort wieder eine Ansage: „Dann werden wir halt wieder ROL-Meister und greifen im nächsten Jahr erneut an!“

Tore:

Alexandra Windhaus (19/7), Celine Mousset (8), Ellen Sieverding (6), Maebely Hagen (5), Eda Dursum (4), Lia Kröger (4), Juliane Neveling (3)

 

Bilder: Gabi Müller

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